Boletus lignicola
Nadelholz-Röhrling
Unter den Röhrlingen besitzt der Nadelholz-Röhrling ein Alleinstellungsmerkmal, das bei einer ersten Begegnung mit ihm seltsam anmutet. Die Huthaut gibt bei Druck etwas nach (so wie bei überständigen Pilzen) und lässt sich dabei ein wenig hin- und herschieben. Dieser Effekt beruht auf einer gelatinösen Schicht zwischen der Huthaut und dem Hutfleisch. Meine bisherigen Funde an zwei verschiedenen Standorten im Großraum München wuchsen jeweils in unmittelbarer Nähe einer Fichte. In der Literatur (siehe unten) und im Internet wird oft erwähnt, dass der Nadelholz-Röhrling in Begleitung des Kiefernbraunporlings wuchs, was jedoch bei meinen Funden nicht der Fall war. Makroskopisch sind die schon erwähnte gelatinöse Schicht unter der Huthaut, ein stark heruntergezogener - zum Teil fast eingerollter - Hutrand und die kleinen eckigen, leicht am Stiel herablaufenden Poren bestimmungsrelevant. Bei ganz jungen Fruchtkörpern sind die Poren und auch die Röhren kaum sichtbar, bzw. nicht ausgebildet (siehe Foto ganz oben). Im Anschnitt blaut das Fruchtfleisch im Übergangsbereich Hut – Stiel ganz leicht.
Der Nadelholz-Röhrling gilt als Speisepilz, ist aber aufgrund seiner Seltenheit zu schonen.
Weiterführende Literatur:
- Laux, Der große Kosmos Pilzführer, Ausg. 2015, S. 72
- Breitenbach / Kränzlin, Pilze der Schweiz, Band 3, S. 76
- Gröger, Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa, Teil1, Nachdruck 2015, S. 94
- Funga Nordica, Ausg. 2018, S. 222
- http://tintling.com/pilzbuch/arten/b/Buchwaldoboletus_lignicola.html
- https://www.natur-in-nrw.de/HTML/Pilze/Boletales/PB-37.html
- https://en.wikipedia.org/wiki/Buchwaldoboletus_lignicola
- kartierte Funde in Deutschland (abgefragt am 01.03.2025):
- kartierte Funde in Österreich (abgefragt am 01.03.2025):