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Neu im Fundkorb:
Aktueller Fundkorbpilz:
10.10.2026 Dieser wunderschöne Pilz, der Purpurfilzige Holzritterling Tricholomopsis rutilans, ist zur Zeit in heimischen Nadel- und Mischwäldern zu finden und daher auch aktueller Fundkorbpilz. Er wächst mit Vorliebe an vermoderten Kiefernstümpfen, aber auch an totem Fichten - oder Tannenholz. Seine Farbe variiert von lila über lilarötlich bis rötlich. Optisch ein Bilderbuchpilz hält der Geschmack leider nicht, was das Aussehen verspricht. Er schmeckt muffig und riecht auch so. (Jana Falk) Mehr lesen >
09.10.2026: Im Waldbiotop „Feldrennacher Ilexwald“ bei Straubenhardt im Nordschwarzwald habe ich an einem liegenden Weißtannenstamm einen wunderschönen, goldgelb leuchtenden Porling gefunden. Der Anblick hat mich so begeistert, dass ich ihn als aktuellen Fundkorbpilz melden möchte. Sein Name: Leuchtender Weichporling (Pycnoporellus fulgens). Das Leuchten lässt mit zunehmendem Alter nach und zuletzt haben wir es mit eher unansehnlichen Fruchtkörpern zu tun. Er kommt auch an anderen Nadelhölzern vor. (Bernd Miggel) Mehr lesen >
08.10.2026: Aktueller Fundkorbpilz ist der Netzstielige Hexenröhrling Boletus luridus, den man in den Wäldern des Rhein-Main-Gebiets nur selten findet, in bebauten Gebieten dagegen um so häufiger. Hier haben oft Bautätigkeiten, auch länger zurückliegende, für einen Kalkeintrag in die Böden gesorgt und damit beste Voraussetzungen für das Wachstum kalkliebender Pilzarten wie unsere “Netzhexen” geschaffen. Sie sind wie fast alle Pilze roh giftig, ausreichend erhitzt aber lecker und gut verträglich. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >
07.10.2026: Mit leuchtend gelbem Hut präsentiert sich unser aktueller Fundkorbpilz, der Gelbe Graustieltäubling Russula claroflava. Er bevorzugt feuchte oder wechselfeuchte, saure und nährstoffarme Standorte unter Birken als Mykorrhizapartner. Da feuchte Habitate in Deutschland immer seltener werden, gilt er als gefährdet. Er gehört zu den milden Täublingen und ist ein guter Speisepilz. (Ulrike Wegner) Mehr lesen >
06.10.2026: Aktueller Fundkorbpilze ist der Blasshütige Röhrling Boletus depilatus, der jetzt Hemileccinum depilatum heißen muss, obwohl er dem Steinpilz ähnlicher sieht als einem Raufußröhrling. Gefunden habe ich diesen seltenen Pilz an der Stadtgrenze zwischen Frankfurt am Main und Bad Vilbel. Sein typisches Kennzeichen ist die wie gehämmert aussehende Hutoberfläche, weshalb er auch Gehämmerter Röhrling genannt wird. (Tanja Folbert) Mehr lesen >
05.10.2026: Ein kleiner und dazu noch seltener Blätterpilz mit Sklerotium unter einem Riesenporling - das ist eine Meldung für den aktuellen Fundkorbpilz wert. Vermoderte Pilzreste gelten als typisches Substrat für den Gelbknolligen Sklerotienrübling Collybia cookei. Er ist einer der wenigen Arten, die noch in dieser Gattung verblieben sind. Die Hütchen waren etwa einen Zentimeter breit, die dünnen Stiele dafür um so länger. (Adam Adamowicz) Mehr lesen >
04.10.2026: Unser aktueller Fundkorbpilze, die Herbstlorchel Helvella crispa, fällt durch ihren hellen, meist sattelförmig gelappten, sehr zerbrechlichen Hut und ihren weißen, längs gerippten, vielfach gefurchten oder gekammerten Stiel auf. Schneidet man ihn in dünne Scheiben, sehen diese aus wie filigrane Kunstwerke, die einer Hochzeitsuppe würdig wären. Der recht häufige Pilz bevorzugt feuchte Stellen an Waldwegrändern, die derzeit noch rar sind. (Ulrike Wegner) Mehr lesen lohnt sich! >
Liste aller aktuellen Fundkorbpilze 2026
Liste aller aktuellen Fundkorbpilze 2025
Begegnungen der besonderen Art: wer so etwas entdeckt, betrachtet sich ungläubig die seltsamen Gebilde, die an schleimigen Fäden zu hängen scheinen. Es ist der Schleimpilz Physarum utriculare, der bald seine Farbe verändern wird. Mehr über Schleimpilze erfahren Sie hier >
Interessante Pilze im Fundkorb:
Catinella olivacea – Olivfarbenes Kelchbecherchen
Seine meist versteckt in Hohlräumen an vermorschtem Laubholz wachsenden Fruchtkörper sind zunächst fast kugelig und geschlossen, später teller- oder scheibenförmig und 0,5 bis 1 cm, gelegentlich auch bis über 2 cm breit. Sie haben einen farblich deutlich abgesetzten, meist gerieften Rand, der lange eingerollt bleibt und gelblich oder gelbbraun gefärbt ist. Die in Mitteleuropa realtiv seltene Art ist durch ihr Aussehen makroskopisch gut zu identifizieren. (Erik Hock) Mehr lesen >
Cortinarius subtortus – Olivgelber Weihrauch-Schleimkopf
Der Geruch macht ihn zu einem leicht kenntlichen Schleimkopf. Um ihn möglichst deutlich wahrzunehmen, empfiehlt es sich, die Lamellen anzudrücken oder zu zerreiben. Hilfreich bei der Bestimmung sind auch seine ökologischen Ansprüche. Er kommt bevorzugt in moorigen Fichtenwäldern bei Torfmoosen und in Höhenlagen ab 400 m vor. Der deutsche Verbreitungsschwerpunkt liegt im Schwarzwald und Voralpenland. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >
Hygrocybe aurantio-splendens – Glänzender Orange-Saftling
Die meisten Saftlinge sind mangels geeigneter Biotope (extensiv bewirtschaftete Magerwiesen) vom Aussterben bedroht. Das gilt auch für diese wunderschöne Art, die meist spät im Jahr erscheint und auch die ersten Fröste überdauern kann. Es gibt nur wenige Saftlinge mit so lebhaft rot oder orangerot gefärbten Hüten, die im Alter allerdings verblassen. Die hohlen Stiele sind gelblich bis orangegelb und meist längsstreifig gemustert. (Erik Hock) Mehr lesen >
Pilzquiz
Helmlinge - Die Gattung Mycena im Fundkorb
Insgesamt 56 Helmlinge sind bisher mit einem Porträt im Fundkorb vertreten. Die allermeisten von ihnen wachsen an Holz. Drei Arten verdienen aufgrund ihrer Seltenheit und Substratwahl Beachtung. Mycena filopes wächst in Augenhöhe auf Fichtenzweigen, Mycena strobilicola auf Fichtenzapfen, und die in Mitteleuropa extrem seltene Mycena seynii auf Kiefernzapfen.
Interessante Pilze im Fundkorb:
Geopora cooperi - Trüffel-Sandborstling
Es ist immer eine große Freude, wenn man einen sehr seltenen Pilz zu Gesicht bekommt. Um so mehr, wenn man auf den ersten Blick glauben könnte, eine echte Trüffel vor sich zu haben, zumal das seltsame Objekt auch noch unterirdisch (hypogäisch) gewachsen ist oder nur mit dem Scheitel die Oberfläche erreicht hat. Es handelt sich aber um einen äußerst seltenen Verwandten des Zedern-Sandborstlings Geopora sumneriana, der allerdings nicht bei Zedern sondern ihne jede Mykorhhiza-Bindung vorkommt. (Bernd Miggel) Mehr lesen >
Mycena amicta – Geschmückter Helmling
Diesen hübschen Helmling kann man schon im Wald relativ leicht anhand einer Merkmalskombination erkennen: blauer Hutrand + gelatinöse stückweise abziehbare Huthaut + Stiel auf ganzer Länge fein bereift. Er ist in manchen Regionen keineswegs selten und an totem Holz oder Zapfenresten vor allem in Nadelwäldern bei Fichten zu finden. Die Hütchen sind typisch helmlingsartig kegelförmig und deutlich gerieft. (Johann Rejek) Mehr lesen >
Ripartites tricholoma – Bewimperter Filzkrempling
Wenn sie so schön bewimpert sind wie auf der Abbildung sind die weißen trichterförmigen, ziemlich kleinen Pilze leicht zu erkennen. Allerdings hat man nicht sehr häufig Gelegenheit, ihnen zu begegnen. Die Art kommt in unterschiedlichen Waldgesellschaften vor, gern in der Nadelstreu von Fichten. Mit den Kremplingen der Gattung Paxillus ist sie nicht verwandt. (Veronika Ziegltrum) Mehr lesen >
Eine seltene und bemerkenswerte Pilzart ist das Purpurfarbene Zystidenkeulchen Alloclavaria purpurea. Thomas Lehr berichtet über seinen Fund im Bayerischen Wald und weshalb er dort die Hosen runterlassen musste.
Ein besonders faszinierender Fundkorbpilz ist der Pillenwerfer (Pilobolus kleinii), den man so wie auf dem Foto nur mit einer stark vergrößernden Lupe sehen kann. Trotz seiner Winzigkeit ist er ein bemerkenswerter Rekordhalter. Seine Sporenkapseln sind die schnellsten Flugobjekte in der belebten Natur. Mehr lesen…
Vorsicht Gammelpilze – Ein Leitfaden
Vor Gammelfleisch ekelt sich jeder. Umso mehr erstaunt es, was häufig als Ausbeute von Pilzsammlern in Körben oder gar Plastiktüten nach Hause getragen wird. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Frankfurt möchten wir Ihnen gerne einen informativen Leitfaden zu diesem wichtigen Thema zum Download und Ausdrucken zur Verfügung stellen – hier als PDF erhältlich.