Ihre Adresse für Pilzkunde und Pilzführungen, nicht nur im Rhein-Main-Gebiet

    Unser nächster Exkursionstermin ist Samstag, 14.03.2026, 10:00 Uhr: Der Wald und seine Pilze im März
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    Aktueller Fundkorbpilz:

    02.03.2026: Ein- und mehrjährige Pilze an Holz gibt es zu allen Jahreszeiten. Das gilt auch für den aktuellen Fundkorbpilz, den Orangefarbigen Knorpelporling Skeletocutis amorpha, der saprobiontisch an morschem Kiefernholz wächst. Zu seinen wichtigsten Merkmalen gehören seine orangefarbene Porenschicht und die leichte Ablösbarkeit. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    01.03.2026: Aktueller Fundkorbpilz ist das Goldgelbe Spinnwebbecherchen Arachnopeziza aurelia, ein winziger Ascomyzet, den man mit der Lupe suchen muss. Seine maximale Größe von etwa 1 mm wird nur selten erreicht. Er wächst zu vielen gesellig oder dicht gedrängt auf einem meist kaum erkennbaren spinnwebartigen Hyphengewebe (Subikulum). Wir fanden die schön orangefarbenen Becherchen in einem Roteichenforst bei Dietzenbach gleich mehrfach an am Boden liegenden Fruchtschalen und einmal an Blattresten. Als Substrat kommen noch Totholz und sonstige Pflanzenreste in Frage. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    28.02.2026: Aktueller Fundkorbpilz ist der Gemeine Trompetenschnitzling Tubaria furfuracea. Man kann ihn zur Zeit fast überall finden. Und nicht nur zur Zeit. Es gibt tatsächlich keinen Monat, in dem der kleine Blätterpilz nicht schon nachgewiesen worden ist. Früher hat man die Funde während der kalten Jahreszeit Wintertrompetenschnitzlinge genannt, Tubaria hiemalis. Sie sind makroskopisch nicht von den „Sommertrompetenschnitzlingen“ zu unterscheiden. Auch die mikroskopischen Merkmale überlappen sich, so dass eine Aufsplittung in zwei Arten nicht gerechtfertigt ist. Der Pilz ist in- und außerhalb von Wäldern häufig und wächst auf Holzrückständen jeder Art. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    27.02.2026: Aktueller Fundkorbpilz ist der Gestreifte Teuerling Cyathus striatus. Seine Fruchtkörper sehen aus wie struppige Tütchen, die anfangs mit einem hellen Häutchen verschlossen sind, das bald aufreißt und den Blick ins Innere freigibt. Darin liegen winzige münzenförmige Gebilde, in denen der Pilz, der gar nicht wie ein Pilz aussieht, seine Sporen bildet. Sollten die Tütchen leer sein, handelt es sich um alte Fruchtkörper aus dem vergangenen Jahr, die den Winter unbeschadet überstanden haben. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    26.02.2026: Aktueller Fundkorbpilz ist der Orangeseitling Phyllotopsis nidulans.Wie der Name nidulans (nestchenartig, muschelartig) schon sagt, wächst diese interessante Art muschelförmig an Totholz, wobei er Fichte und Kiefer bevorzugt, aber auch auf Laubholz vorkommen kann. Weil man diesen farbenfrohen und wunderschönen Pilz nicht alle Tage findet, freue ich mich umso mehr über diesen Fund. (Bela Salgo, 13) Mehr lesen >

    25.02.2026: Unser aktueller Fundkorbpilz, die Blasse Borstentramete Coriolopsis trogii, gehört zu einer Porlingsgattung, mit der nicht jeder Pilzfreund vertraut ist. Wenn sie uns aber so vor Augen kommt wie auf diesem Foto, wird sicher niemand eine „echte“ Tramete vermuten. Sie wächst seit einigen Jahren in unserem Dietzenbach Carré an einer Weide, die inzwischen ihre besten Tage hinter sich hat. Dafür dürfte die Borstentramete zu einem erheblichen Anteil verantwortlich sein. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    24.02.2026: Es gibt wunderschöne winzige Pilzchen, die man unbedingt mit der Lupe betrachten sollte. Wie zum Beispiel unseren aktuellen Fundkorbpilz, das Moosbewohnende Braunsporbecherchen Chromocyphella muscicola. Es ist vor allem während der Wintermonate bis ins Frühjahr besonders häufig. Der Name sagt schon, wo man es zu suchen hat: an Moos. Allerdings nur an Moos an Baumrinde. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >


    Liste aller aktuellen Fundkorbpilze 2026

    Liste aller aktuellen Fundkorbpilze 2025


    Begegnungen der besonderen Art: wer so etwas entdeckt, betrachtet sich ungläubig die seltsamen Gebilde, die an schleimigen Fäden zu hängen scheinen. Es ist der Schleimpilz Physarum utriculare, der bald seine Farbe verändern wird. Mehr über Schleimpilze erfahren Sie hier >


    Interessante Pilze im Fundkorb:

    Catinella olivacea – Olivfarbenes Kelchbecherchen

    Seine meist versteckt in Hohlräumen an vermorschtem Laubholz wachsenden Fruchtkörper sind zunächst fast kugelig und geschlossen, später teller- oder scheibenförmig und 0,5 bis 1 cm, gelegentlich auch bis über 2 cm breit. Sie haben einen farblich deutlich abgesetzten, meist gerieften Rand, der lange eingerollt bleibt und gelblich oder gelbbraun gefärbt ist. Die in Mitteleuropa realtiv seltene Art ist durch ihr Aussehen makroskopisch gut zu identifizieren. (Erik Hock) Mehr lesen >

    Cortinarius subtortus – Olivgelber Weihrauch-Schleimkopf

    Der Geruch macht ihn zu einem leicht kenntlichen Schleimkopf. Um ihn möglichst deutlich wahrzunehmen, empfiehlt es sich, die Lamellen anzudrücken oder zu zerreiben. Hilfreich bei der Bestimmung sind auch seine ökologischen Ansprüche. Er kommt bevorzugt in moorigen Fichtenwäldern bei Torfmoosen und in Höhenlagen ab 400 m vor. Der deutsche Verbreitungsschwerpunkt liegt im Schwarzwald und Voralpenland. (Dieter Gewalt) Mehr lesen >

    Hygrocybe aurantio-splendens – Glänzender Orange-Saftling

    Die meisten Saftlinge sind mangels geeigneter Biotope (extensiv bewirtschaftete Magerwiesen) vom Aussterben bedroht. Das gilt auch für diese wunderschöne Art, die meist spät im Jahr erscheint und auch die ersten Fröste überdauern kann. Es gibt nur wenige Saftlinge mit so lebhaft rot oder orangerot gefärbten Hüten, die im Alter allerdings verblassen. Die hohlen Stiele sind gelblich bis orangegelb und meist längsstreifig gemustert. (Erik Hock) Mehr lesen >


    Pilzquiz


    Helmlinge - Die Gattung Mycena im Fundkorb

    Insgesamt 56 Helmlinge sind bisher mit einem Porträt im Fundkorb vertreten. Die allermeisten von ihnen wachsen an Holz. Drei Arten verdienen aufgrund ihrer Seltenheit und Substratwahl Beachtung. Mycena filopes wächst in Augenhöhe auf Fichtenzweigen, Mycena strobilicola auf Fichtenzapfen, und die in Mitteleuropa extrem seltene Mycena seynii auf Kiefernzapfen.

    Mycena filopes - Mycena strobilicola - Mycena seynii

    Interessante Pilze im Fundkorb:

    Geopora cooperi - Trüffel-Sandborstling

    Es ist immer eine große Freude, wenn man einen sehr seltenen Pilz zu Gesicht bekommt. Um so mehr, wenn man auf den ersten Blick glauben könnte, eine echte Trüffel vor sich zu haben, zumal das seltsame Objekt auch noch unterirdisch (hypogäisch) gewachsen ist oder nur mit dem Scheitel die Oberfläche erreicht hat. Es handelt sich aber um einen äußerst seltenen Verwandten des Zedern-Sandborstlings Geopora sumneriana, der allerdings nicht bei Zedern sondern ihne jede Mykorhhiza-Bindung vorkommt. (Bernd Miggel) Mehr lesen >

    Mycena amicta – Geschmückter Helmling

    Diesen hübschen Helmling kann man schon im Wald relativ leicht anhand einer Merkmalskombination erkennen: blauer Hutrand + gelatinöse stückweise abziehbare Huthaut + Stiel auf ganzer Länge fein bereift. Er ist in manchen Regionen keineswegs selten und an totem Holz oder Zapfenresten vor allem in Nadelwäldern bei Fichten zu finden. Die Hütchen sind typisch helmlingsartig kegelförmig und deutlich gerieft. (Johann Rejek) Mehr lesen >

    Ripartites tricholoma – Bewimperter Filzkrempling

    Wenn sie so schön bewimpert sind wie auf der Abbildung sind die weißen trichterförmigen, ziemlich kleinen Pilze leicht zu erkennen. Allerdings hat man nicht sehr häufig Gelegenheit, ihnen zu begegnen. Die Art kommt in unterschiedlichen Waldgesellschaften vor, gern in der Nadelstreu von Fichten. Mit den Kremplingen der Gattung Paxillus ist sie nicht verwandt. (Veronika Ziegltrum) Mehr lesen >

    Eine seltene und bemerkenswerte Pilzart ist das Purpurfarbene Zystidenkeulchen Alloclavaria purpurea. Thomas Lehr berichtet über seinen Fund im Bayerischen Wald und weshalb er dort die Hosen runterlassen musste.


    Ein besonders faszinierender Fundkorbpilz ist der Pillenwerfer (Pilobolus kleinii), den man so wie auf dem Foto nur mit einer stark vergrößernden Lupe sehen kann. Trotz seiner Winzigkeit ist er ein bemerkenswerter Rekordhalter. Seine Sporenkapseln sind die schnellsten Flugobjekte in der belebten Natur. Mehr lesen…


    Ob sich die Biene von der Grubenlorchel Nektar erhofft? (Foto: Gerd Wartha)

    Vorsicht Gammelpilze – Ein Leitfaden

    Vor Gammelfleisch ekelt sich jeder. Umso mehr erstaunt es, was häufig als Ausbeute von Pilzsammlern in Körben oder gar Plastiktüten nach Hause getragen wird. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Frankfurt möchten wir Ihnen gerne einen informativen Leitfaden zu diesem wichtigen Thema zum Download und Ausdrucken zur Verfügung stellen – hier als PDF erhältlich.


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