Pholiota spumosa

Nadel-Schüppling

(Fr.) Singer 1948
Familie: Strophariaceae
© Dieter Gewalt
spumosa = schäumend
Alle Fotos von Matthias Dondl

Schüpplinge sind überwiegend mittelgroße Blätterpilze mit gelblichen oder bräunlichen Farben und meist schuppiger und bei einigen Arten auch schleimiger Hutoberfläche. Findet man kleinere gesellig wachsende Schüpplinge mit nicht grobschuppigen Stielen in Nadelwäldern auf Holzresten oder gar auf Sägemehl, sollte man immer den Nadel-Schüppling in Betracht ziehen.

Seine gelb- bis fuchsig braunen Hüte erreichen Durchmesser von 3 bis 5 cm. Bei feuchtem Wetter sind sie schleimig, bei Trockenheit klebrig. Die Ränder sind manchmal mit braunen Velumresten behangen. Die dicht stehenden, mehrfach mit kürzeren untermischten Lamellen sind jung gelb und verfärben sich durch ausfallendes Sporenpulver bräunlich. Die hohlen, schlanken, oft verbogenen Stiele sind blass gelblich, zur Basis hin braun. Sie können bis zu 8 cm lang und maximal 0,8 cm dick werden. Das Fleisch ist im Hut hell ockergelb, im Stiel zur Basis hin braun. Geruch nicht unangenehm, Geschmack mild bis bitterlich, auch schwach adstringierend. Das Sporenpulver ist bräunlich.

Foto links mit aufgeschnittenen Fruchtkörpern - - rechts: Sporen

Mikromerkmale:
Basidien schlank keulig, 4-sporig, 18 - 22 x 5,5 - 7,5 µm; Sporen elliptisch, glatt, graugelb, 6 - 8,5 x 3 - 5 µm; Cheilozystiden flaschenförmig, apikal mitunter mit gelatinösen Resten, 30 - 60 x 9 - 14 µm; Schnallen vorhanden.

Pholiota spumosa ist eine in Mitteleuropa in Nadelwäldern verbreitete, aber in der Häufigkeit durch Kalkeintrag, Überdüngung und Bodenverdichtung rückläufige und potentiell gefährdete Art. Für Speisezwecke ungeeignet. Bemerkenswert ist seine unter UV-Licht deutliche Fluoreszenz.

Weiterführende Literatur:

  • Breitenbach & Kränzlin: Pilze der Schweiz, Band 4, Nr. 439
  • German J. Krieglsteiner (Hrsg.): Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 4, Seite 390 - 391
  • Ewald Gerhardt: Der große BLV-Führer für unterwegs, Seite 338
  • Rose Marie & Sabine Maria Dähncke: 700 Pilze in Farbfotos, Seite 366
  • Rudolf Winkler / Gaby Keller: Pilze Mitteleuropas, Seite 522 (11.3.17)
Alle Fotos, wenn nicht anders angegeben, von Dieter Gewalt.
Zuletzt aktualisiert am 14. August 2026